Dieser Arzt verbreitet falsche Informationen über Covid-19

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Zehntausende Menschen haben seit Ende Februar ein Video-Interview auf Facebook geteilt, in dem ein Arzt diverse Behauptungen über das Coronavirus aufstellt. Demnach entwicklten 99 Prozent der positiv auf Corona Getesteten keine Symptome, es gebe weltweit keine Übersterblichkeit und Ärzt*innen und Krankenhäuser würden an Covid-19-Patienten besonders gut verdienen. AFP hat die sieben Behauptungen des knapp achtminütigen Videos geprüft. Sie sind falsch, aus dem Kontext gerissen oder irreführend.

Mehr als 25.000 Facebook-User haben seit dem 28. Februar das Interview mit dem Arzt Rolf Kron geteilt (auch hier und hier). Auf Telegram verbreitete sich das Video ebenfalls tausendfach (etwa hier und hier).

Das fast achtminütige Interview, das das Online-Portal "Epoch Times", mit Kron führte, ist eine Sammlung von alten und zum Teil bereits durch Faktenchecks widerlegten Behauptungen. Homöopath Kron sagt darin, dass Covid-19 ein "ganz normales grippales" und alljährliches Erkrankungsbild habe. Er bezeichnet das Corona-Virus als "normalen Schnupfen-Erreger", leugnet eine weltweite Übersterblichkeit und erklärt den PCR-Test zu einer "großen Lüge". AFP hat sieben seiner Aussagen geprüft.

Facebook-Screenshot: 9. März 2021

Wer ist Rolf Kron?

Rolf Kron ist nach eigenen Angaben Arzt, Homöopath, Impfkritiker und praktischer Arzt in Kaufering in Bayern. Die bayerische Landesärztekammer bestätigte gegenüber AFP am 15. März Krons Approbation. Eine Zulassung als Kassenarzt hat er mit seiner Praxis nicht.

Kron ist außerdem Teil der Querdenken-Bewegung. In diesem Video ist er etwa mit Aktivist Bodo Schiffmann zu sehen, der selbst in der Vergangenheit durch Falschbehauptungen aufgefallen ist (hier, hier, hier). Bei einer Querdenken-Demonstration in Ravensburg hielt Kron eine Rede, bei der er Atteste zur Befreiung von der Masken-Pflicht ohne nähere ärztliche Untersuchung versprach. Laut mehreren lokalen Medienberichten (hier, hier) und seiner eigenen Aussage gab es in seiner Praxis eine Razzia wegen dieser Atteste. Die Staatsanwaltschaft Augsburg bestätigte die in den Medien beschriebene Razzia gegenüber AFP in einem Telefonat am 11. März. Es werde in diesem Zusammenhang wegen des Verdachts auf das Ausstellen von unrichtgen Gesundheitszeugnissen ermittelt.

1. Falsche Behauptung: 99 Prozent der positiv auf Corona Getesteten haben keine Symptome

Kron behauptet im Video: "Ich weiß, dass die Menschen im Grunde nur grippale Infekte haben und 99 Prozent der Menschen, die Corona positiv getestet werden, sowieso gar keine Symptome haben."

Diese Behauptung steht im Widerspruch zu den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und einer Studie der Universität Bern.

Jeden Dienstag veröffentlicht das RKI Daten zum aktuellen Infektionsgeschehen. Dazu gehört auch der Anteil der positiv Getesteten, die zum Zeitpunkt der Krankheitsmeldung "keine oder für Covid-19 unbedeutsame Symptome" aufwiesen. Der absolute Höchstwert wurde hierbei bisher in der Meldewoche 34 im August 2020 ermittelt. Damals hatten 34,6 Prozent der Infizierten keine Symptome. Im Schnitt liegt der Wert für 2021 bei 18,6 Prozent. 2020 lag er bei 15,7 Prozent.

Auch eine Meta-Studie der Universität Bern, die im September 2020 in der medizinischen Fachzeitschrift "Plos Medicine" erschienen ist, kommt nach dem Vergleich von 79 wissenschaftlichen Studien zu Coronavirus-Symptomen zu einem ähnlichen Wert. Darin heißt es: "Die Gesamtschätzung des Anteils der Personen, die sich mit Sars-CoV-2 infizieren und während der gesamten Infektion asymptomatisch bleiben, betrug 20 Prozent."

2. Irreführende Behauptung: Das Covid-19-Krankheitsbild ist der jährlichen Grippe-Saison gleich

Kron sagt: "Ich weiß, dass die Menschen im Grunde nur grippale Infekte haben." Später im Interview ergänzt er, dass das Erkrankungsbild sich ohne PCR-Tests nicht von Grippesaisons der Vorjahre unterscheide. Die Todesfälle bei älteren Menschen wertet Kron als "im völlig normalen überschaubaren Bereich."

Grippe und Covid-19 haben tatsächlich ähnliche Symptome. Laut RKI unterscheiden sich die Krankheiten allerdings in ihrer Schwere. Laut dem US-amerikanischen Center for Disease Control (CDC) liegt der Unterschied auch in der schnelleren Verbreitung von Covid-19.

Covid-19 hat laut CDC andere Auswirkungen als die Grippe: "Covid-19 scheint bei manchen Menschen schlimmere Erkrankungen auszulösen". Bereits in einem früheren AFP-Faktencheck zu ähnlichen Behauptungen erklärte außerdem die Epidemiologin der französischen Gesundheitsbehörde Santé Publique, Sibylle Stoecklin-Bernard: Die Menschen mit schwerwiegenden Auswirkungen – mit Ausnahme von weniger betroffenen Kindern – seien im Durchschnitt oft jünger als bei der Grippe.

Das führt laut RKI dazu, dass auch Covid-19-Intensivpatienten im Schnitt jünger sind als Grippe-Intensivpatienten (Tabelle 2). Schwere Corona-Fälle müssen außerdem mehr als doppelt so lange beatmet werden wie schwere Grippe-Fälle (Tabelle 3). Von diesen Intensivpatienten sterben deutlich mehr an Covid-19 (21 Prozent) als an der Grippe (zwölf Prozent).

3. Falsche Behauptung: Es gebe weltweit keine Übersterblichkeit und die Grippewelle 2017/2018 habe mehr Tote gefordert als Covid-19

Kron behauptet im Interview: "Wenn wir die offiziellen Zahlen tatsächlich anschauen, (...) wie die Sterbequote in ganz Deutschland und auf der ganzen Welt eigentlich ist, sehen wir überhaupt keine Übersterblichkeiten." Außerdem habe es in der Grippewelle von 2017/18 wesentlich mehr Todesfälle gegeben als durch Covid-19.

Die Behauptung, es gebe weltweit keine Übersterblichkeit, taucht immer wieder auf. Dabei wird behauptet, dass nicht mehr Menschen gestorben seien, als es ohnehin statistisch in den jeweiligen Ländern zu erwarten ist. Eine "Übersterblichkeit" oder "Exzess-Mortalität" beschreibt die übertroffene statistische Erwartung im Vergleich zur durchschnittlichen Sterblichkeit der Vorjahre.

AFP widerlegte Behauptungen zur Übersterblichkeit bereits in einem Faktencheck von Oktober 2020. Damals gab es Übersterblichkeiten im Ausland, aber keine in Deutschland. 

Das hat sich für Deutschland laut der aktuellen Datenlage geändert, die den fallreichen Monat Dezember 2020 mit einberechnet. Umstritten ist in den Medien, ob diese hohen Sterbezahlen auch eine Übersterblichkeit für das gesamte Jahr 2020 bedeuten oder nicht (etwa hier, hier und hier).

Die Sonderauswertung der Sterbezahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt zumindest zu bestimmten Zeitpunkten eine deutliche Übersterblichkeit in Deutschland für 2020. Die Grafik zeigt, dass besonders zum Ende des Jahres hin die Zahl der Todesfälle (obere rote Linie) weit über der Todesfallzahl der Vorjahre liegt (graue Flächen). Der Anstieg der Gesamtzahl deckt sich mit dem Anstieg der Covid-19-Todesfälle (untere rote Linie). Auch im Herbst, drei Wochen nach einem Anstieg wegen einer Hitzewelle, gab es immer wieder leichte Übersterblichkeiten.

Destatis-Screenshot: 12. März 2021

Destatis erklärt die Todesfälle in seiner Sonderauswertung zum Teil auch mit Covid-19 wie folgt: "Im April 2020 (Anm. d. Red.: Nicht in der Grafik) lagen die Sterbe­fallzahlen deutlich über dem Durch­schnitt der Vorjahre. Gleich­zeitig war ein Anstieg der Todesfälle zu beobachten, die mit dem Corona­virus in Zusammen­hang stehen." Weiter heißt es: "Einen weiteren auffälligen Anstieg über den Durch­schnitt hinaus gab es ab der zweiten Oktober­hälfte 2020. Auch die COVID-19-Todesfälle stiegen zeit­gleich wieder an. Höchst­stände gab es kurz vor dem Jahres­wechsel 2020/2021."

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (Ifo) kommt in seiner Analyse ebenfalls zum Ergebnis, dass es bei Menschen über 80 Jahren eine Übersterblichkeit durch Covid-19 gab.

Kron vergleicht die Corona-Sterbezahlen außerdem mit der Grippewelle von 2017/2018. Damals habe es mehr Tote gegeben als aktuell durch Covid-19. Dieser Vergleich hinkt. Die Zahlen für Grippetote werden lediglich geschätzt. Die Corona-Statistik zählt dagegen tatsächlich Verstorbene. AFP hat das bereits in einem Faktencheck von Oktober 2020 geprüft.

Die Grippewelle von 2017/18 gilt als die schwerste der vergangenen 20 Jahre. Damals starben geschätzt 25.100 Menschen. Laut RKI beginnt die Grippesaison üblicherweise im Oktober und geht bis Mai. Grippewellen haben ihren Höhepunkt meist im Januar und sind kürzer als eine gewöhnliche Grippesaison. Die Todeszahlen beziehen sich allerdings auf die gesamte Saison.

Selbst wenn man sich auf den schiefen Vergleich Krons einließe, bleibt seine Behauptung falsch. Im März 2021 lag die Zahl der Coronatoten laut RKI seit Oktober 2020 bei rund 57.000. Damit sind jetzt schon mehr als doppelt so viele Menschen an Covid-19 gestorben wie in der gesamten Grippesaison 2017/18.

4. Fehlender Kontext: Es seien während der Pandemie 20 Krankenhäuser geschlossen worden

Kron sagt auch: "Es sind 20 Kliniken geschlossen worden letztes Jahr und das in der gefährlichsten Pandemie aller Zeiten." Ein angeblicher Beweis dafür, dass alles nicht so schlimm sei.

AFP hat ähnliche Behauptungen in einem Faktencheck von Februar 2021 als falsch bewertet. Es wurden 17 Krankenhäuser geschlossen, die vor allem in privater Hand lagen. Einige der Schließungen waren jedoch schon vor der Pandemie geplant, andere sind auf Fusionen mehrerer Häuser oder schlicht auf einen Umzug zurückzuführen. Mit Corona hatten sie nichts zu tun.

5. Falsche Behauptung: Fast alle Toten in Deutschland würden als Corona-Tote gezählt – auch mit dem Motorrad Verunglückte

Kron stellt auch zur Zählweise der Corona-Toten des RKI eine bereits ältere Behauptung auf. Er sagt: "Was jetzt gemacht wird, ist leider, dass wir von den 2500 bis 2600 Menschen, die in Deutschland tagtäglich sterben, die meisten von denen zu Corona-Opfern machen. (...) Wenn du jetzt mit dem Motorrad verunglückst und du hattest im Januar vielleicht einen Corona-Infekt (...) und du wirst jetzt in die Klinik eingewiesen und man macht jetzt einen PCR-Test nach dem Ableben und stellt Corona fest, dann wirst du als Corona-Patient eingewertet."

Diese Behauptung kursierte bereits im Januar 2021 mit Autounfall-Toten. AFP hat sie bereits als irreführend bewertet. Die meisten Bundesländer melden Unfälle nachgewiesener Corona-Infizierter nicht an das Robert-Koch-Institut, sofern der Unfall zum Tod führte.

In wenigen Bundesländern gibt es die Möglichkeit, dass Fälle mit ungeklärter Todesursache als Covid-19-Fälle im System landen. Diese werden normalerweise nachträglich korrigiert. Solche Fälle, die korrigiert werden müssen, seien eine "absolute Seltenheit" und kämen in der Realität kaum vor, erklärte dazu etwa der Sprecher des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes, Mike Wonsikiewicz, auf AFP-Nachfrage am 22. Januar in einer E-Mail.

Auch rechnerisch geht Krons Behauptung nicht auf. Tatsächlich sterben in Deutschland täglich um die 2500 Menschen. Würde das RKI den Großteil davon wirklich als Corona-Opfer zählen, müssten die Todesfälle für das gesamte Jahr 2020 bei etwa 900.000 Fällen liegen. Das RKI hat für das vergangene Jahr allerdings nur 40.000 Corona-Tote gezählt.

6. Falsche Behauptung: Corona-Tote würden nicht obduziert und keiner sei an Corona gestorben

"Dadurch, dass wir keine Obduktionen machen oder gemacht haben, können wir über die wirklichen Gründe, warum jemand verstorben ist und woran eigentlich gar nichts sagen. (...) Professor Püschel hat dann mal hundert Leichen seziert und konnte feststellen: 'Bei uns ist keiner an Corona, sondern maximal mit Corona gestorben.'"

Klaus Püschel hat tatsächlich als Rechtsmediziner am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit anderen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen seit Beginn der Pandemie im März 2020 Hamburger Covid-19-Verstorbene obduziert. Das geschah im Auftrag der Hamburger Sozialbehörde.

Bereits im Mai 2020 sagte Püschel bei einer Pressekonferenz (hier), dass Covid-19 Thrombosen und Lungenembolien auslöse (damalige Studie dazu hier), welche dann zum Tod führten. Mittlerweile hat das UKE fast alle Corona-Toten in Hamburg obduziert. Laut einer Mitteilung zur Auswertung vom 18. Februar 2021 starb der Großteil der 735 Infizierten an der Covid-Infektion. Konkret heißt es: "Bei 618 Fällen stellten die UKE-Forschenden eine Covid-19-Erkrankung als Todesursache fest." Auch nach Abschluss der Untersuchungen habe sich bestätigt, dass die meisten Infizierten an einer Pneumonie oder an den Folgen einer Thrombose gestorben seien. Die Pressekonferenz dazu ist hier zu finden.

7. Falsche Behauptung: Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser verdienen an Corona-Patienten besonders gut

Kron behauptet, dass es viele Ärztinnen und Ärzte gebe, die zusätzliches Geld mit Corona-Kranken verdienten. "Wenn ich einen PCR-Test mache, kriege ich 18 Euro dafür." Der Test dauere nur eine Minute. "Das Gleiche ist mit den Krankenhäusern. Stellst du ein Corona-Intensivbett zu Verfügung, die stehen alle leer, aber sie stehen da, kriegen die von der Regierung richtig Geld dafür." Auch Totenscheine würden genutzt, um Geld einzunehmen: "Wenn wir einen Totenschein ausstellen, auf dem Corona drauf steht, dann gibt es dafür eine ganz andere Bezahlung, als wenn ich das nicht tue", sagt Kron.

Laut der aktuellen Test-Verordnung erhalten Ärzte und Ärztinnen bei einem Schnelltest 15 Euro. Zur Leistung dafür gehört der Abstrich sowie ein Gespräch, die Ergebnismitteilung und das Ausstellen eines Zeugnisses über das Testergebnis. Adrian Zagler, Sprecher des Verbands niedergelassener Ärzte (Virchowbund), schätzte die Vergütung auf AFP-Anfrage  am 11. März in einer E-Mail folgendermaßen ein: "Sieht man den Gesamtaufwand, verbunden mit dem dahinterstehenden sehr hohen Hygieneaufwand für die Praxis – auch das An- und Ausziehen der Schutzkleidung und die Desinfektion kosten Zeit – ist diese Vergütung eher gering." Ihm sei keine einzige Praxis bekannt, die damit gezielt Geld verdiene.

PCR-Tests in Krankenhäusern werden laut Verordnung mit 50,50 Euro vergütet. Jörn Wegner, Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) erklärte auf AFP-Anfrage am 11. März in einer E-Mail, dass hier zu den Leistungen die Durchführung durch Fachpersonal, Laborkosten, Kosten für Testkits und mehr zählten. "Weder ein Schnelltest und schon lange kein PCR-Test benötigen lediglich 'eine Minute Arbeit', wie Kron behauptet", schrieb Wegner.

Bei Intensivbetten gebe es eher Verluste als Gewinne. Wegner zufolge fördert der Bund ein Bett mit einmalig 50.000 Euro. Ein geeignetes Bett koste aber allein 85.000 Euro in der Anschaffung. Wegner schrieb zu der Förderung: "Diese Zahlungen sollen die drastischen Einnahmeausfälle durch verschobene OPs ausgleichen. Für neu geschaffene Betten, die dann freigehalten werden, wird kein Ausgleich gezahlt." 2020 habe das zur Folge gehabt, dass fast die Hälfte der Krankenhäuser Verlust gemacht habe. "Für die Kliniken ist die Corona-Pandemie alles andere als lohnenswert, sondern eine immense Belastung – wirtschaftlich, organisatorisch und personell", schrieb Wegner. 

Auch Totenscheine werden mit Corona-Vermerk nicht wertvoller. Das bestätigten Adrian Zagler vom Virchowbund und Samir Rabbata, Sprecher der Bundesärztekammer, am 15. März auf AFP Anfrage per E-Mail. Wegner vom DKG erklärte: "Die Höhe der Vergütung einer Leichenschau, egal ob durch einen niedergelassenen oder einen Krankenhausarzt, ist nicht abhängig von der Todesursache, sondern nur vom Zeitaufwand." Die Höhe regelt die Gebührenordnung für Ärzte.

Fazit

Die Behauptungen des Arztes Rolf Kron halten einer Überprüfung nicht stand. Entgegen seiner Aussagen entwickelt der Großteil der positiv auf Corona Getesteten sehr wohl Symptome. Das führte auch zu einer Übersterblichkeit, wie Zahlen von Destatis zeigen. Auch werden nicht alle alltäglichen Todesfälle sowie tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer in die Corona-Todesfälle eingerechnet. Die Obduktion der Corona-Toten in Hamburg hat entgegen Krons Aussagen ergeben, dass fast alle nachweislich an Covid-19 gestorben sind. Auch falsche Todesursachen in Totenscheinen führen zu keinem Gewinn für Ärzte, Ärztinnen und Krankenhäuser.

Die Behauptung, dass das Covid-19-Krankheitsbild der jährlichen Grippesaison entspreche, ist irreführend. Die Symptome und die Zeitpunkte der Infektionswellen sind zwar ähnlich, aber bei Covid-19 deutlich schwerer und verbreiteter.

Rolf Kron lehnte es auf telefonische Anfrage am 15. März 2021 ab, mit AFP über seine falschen Behauptungen sprechen.

Update, 17. März: Dopplung bei der Grippe-Behauptung entfernt und Formulierung ausgebessert.
Update, 19. März: Erklärung der Destatis-Grafik klarer formuliert.
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